Als Kind war meine Meinung klar:
Wenn die Grossen sagten immerdar:
„Ach, wie schnell die Zeit vergeht!“,
so wusste ich, das war verkehrt!
Doch mittlerweilen geb‘ ich zu :
Die Zeit vergeht halt doch im Nu…
 
Denn wieder ist ein Sommer vorbei,
der uns brachte Vielerlei:
Viel Sonnenschein und wenig Regen;
jeder Tropfen war ein Segen!
Wir sparten Wasser überall,
in Küche, Waschraum, Bad und Stall.
Doch gab’s im Saanenland nichts zu klagen,
wenn man von andern Orten hörte sagen.
 
In unserem bescheidenen Alphütten-Haus
gingen erneut viele Gäste ein und aus:
Zwei Filmteams aus China und Amerika
waren so zum Beispiel da;
fünf Blogger knipsten umherschwirrend alle Dinge,
als wären sie unstete Schmetterlinge;
ein junger Dirigent der Menuhin-Akademie
war begeistert von unserem Leben, von Käse und Vieh;
Kinder, Jugendliche, Familien oder Personen allein
wollten zuschauen, mithelfen, Teil des Alp-Alltags sein.
Kontakt zu haben mit all diesen Menschen von überall her
bereichert jeweils die Sommerzeit sehr!
 
Von der Arbeit gäbe es auch noch viel zu erzählen,
ich will jetzt jedoch lieber noch ein paar Bilder auswählen.
Ch.B.
29. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Der Alpsommer 2017 in Bildern · Kategorien: Uncategorized

Kaum zu glauben, aber wahr : Schon wieder ist ein Alpsommer vorbei!

Er brachte uns meist herrliches Wetter!So konnten wir wunderbar heuen (1. Schnitt), emden (2. Schnitt) und „schtröuene“ (= Gras in Feuchtgebieten, das man den Tieren wie Stroh einstreut).Es besuchten uns auch wieder Gäste aus aller Welt. Sie kamen aus Deutschland, Frankreich, England, Holland, Schweden, Neufundland (Can), Australien, Indonesien, Katar, Kaukasus… und natürlich aus der Schweiz! Und am zweitletzten Tag kam noch ein Kälblein zur Welt!

Heute hat sie gestartet. Die Alpsaison 2017. Die ersten Gäste konnten es kaum erwarten und haben am Morgen den Stall noch ohne Kühe vorgefunden. Doch nicht lange hats gedauert und es ertönten die Glocken im Chalberhöni. Schön und laut wie es sein muss. Die Helfer waren eigentlich überflüssig. Fortuna, die Leitkuh, hätte den Weg auch ohne die Zügelcrew gefunden. Gelockt hat das feine Gras. Die Alpkräuter. Die Aussicht. Die Ruhe. Die frische Bergluft. Gumfluh, Wilde Maa und Rüebli, “unsere” Bergkette. Come up – slow down. Immer noch gut, “unser” Werbespruch. Önsa Bärgchees! Oder nach werbewirksamer Branchenleitlinie: unser “Berner Alpkäse”. Seit 1548.

Chämet verbii. Ds Füür brännt. D Stube isch gmüetlech u warm. Emel meischtens.

Come in, we are open! The Alpseason 2017 has started.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!